hvwl logo

STIKO empfiehlt Vierfach-Impfstoff gegen Influenza: Nachimpfen von chronisch kranken Patienten

syringe 866552

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat mitten in der Grippesaison eine Korrektur ihrer Influenza-Empfehlung veröffentlicht und bevorzugt nun den Vierfach- gegenüber dem Dreifachimpfstoff. Hausärzte wie auch Pulmologen hatten schon länger signalisiert, dass sie den tetravalenten Impfstoff für weitreichender halten, sagt Anke Richter, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. Trotzdem sei die STIKO bislang bei ihrer Empfehlung des Dreifachimpfstoffes geblieben. „2017 hat unser Verband in der KVWL sogar eine Resolution initiiert, die die STIKO aufforderte, den tetravalenten Impfstoff zu empfehlen“, so Richter. „Dass die Empfehlung jetzt geändert wird, ist also eine positive Entwicklung, allerdings kommt sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da bereits geimpfte Patienten nun verunsichert sind.“


Aktuell gelte, dass schwer chronisch kranke Patienten, insbesondere bei vorliegenden pulmologischen Erkrankungen, mit dem tetravalenten Impfstoff nachgeimpft werden sollten. Die meisten Kassen übernähmen bei bestehender Indikation die Kosten, sogar wenn der Einzelimpfstoff auf einem Kassenrezept verordnet wird. Es empfehle sich, im Vorfeld mit der Krankenkasse Rücksprache zu halten, rät Richter. Patienten, die trotz fehlender Indikation diese Nachimpfung wünschten, müssten die Kosten dafür selber tragen.
„Sollten Kollegen mehr als zehn Patienten mit bestehender Indikation für den tetravalenten Impfstoff haben, ist es natürlich wirtschaftlicher, den Impfstoff – wie von der KVWL empfohlen – über Sprechstundenbedarf zu beziehen“, so Richter.

 

 

Suche

Login