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Influenza: STIKO empfiehlt Hochdosis-Impfstoff für Über-60-Jährige

FIG Feedbild Hausärztetag digital 2021"Grundsätzlich sollten sich möglichst viele Menschen gegen Influenza impfen lassen", sagt Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. (Foto: ©Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Der Herbst ist da und damit der Beginn der Grippesaison. Auch in den Hausarztpraxen in Westfalen-Lippe ist der Startschuss für die Influenza-Schutzimpfungen gefallen. Zu empfehlen ist diese Impfung, der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) folgend, insbesondere älteren und chronisch kranken Menschen sowie Menschen, die im medizinischen Bereich arbeiten. „Grundsätzlich sollten sich aber auch darüber hinaus möglichst viele Menschen gegen Influenza impfen lassen, um eine Herdenimmunität zu erreichen und so auch diejenigen zu schützen, die sich selbst nicht impfen lassen können oder bei denen die Impfung nicht die gewünschte Wirkung hat“, betont Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.

Die STIKO empfiehlt erstmals für die Impfsaison 2021/2022 für Personen ab 60 Jahren einen inaktivierten quadrivalenten Hochdosis-Influenza-Impfstoff. Im Vergleich zu herkömmlichen Influenza-Impfstoffen enthält dieser die vierfache Antigenmenge. Ältere Menschen sprechen in der Regel auf Influenza-Impfstoffe nicht so gut an wie jüngere, da das Immunsystem mit zunehmenden Alter schwächer wird. Die erhöhte Antigenmenge soll bei dieser Personengruppe eine verbesserte Immunantwort bewirken. Dieser Hochdosis-Impfstoff wird nach G-BA-Beschluss von den Krankenkassen erstattet.

Laut Empfehlung der STIKO können zudem COVID-19-Impfungen und die Verabreichung anderer sogenannter Totimpfstoffe gleichzeitig erfolgen. Dies gilt insbesondere für die Influenza-Impfung, sofern eine Indikation zur Impfung sowohl gegen Influenza als auch gegen COVID-19 besteht. In diesem Fall soll die Injektion jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen. „Diese Empfehlung begrüßen wir, da es den Ablauf in den Praxen sehr erleichtert und auch für die Patientinnen und Patienten von Vorteil ist“, so Anke Richter-Scheer.

Die aktuellen Empfehlungen der STIKO zur Grippeschutzimpfung gibt es hier

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ) stellt Praxen kostenlose Infomaterialien rund um die Grippeschutzimpfung zur Verfügung. Ärztinnen und Ärzte können ihre Patientinnen und Patienten mit einem Plakat, einer Infokarte und einem Video für das Wartezimmer auf die Impfung hinweisen.

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