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"Es reicht!" Begrenzung der Biontech-Liefermenge ist eine Provokation

"Es reicht! Die erneute Kontingentierung für Hausarztpraxen mit fünf Vials Biontech in der Woche ist eine Provokation!“ Mit Fassungslosigkeit hat Anke Richter-Scheer,Richter Scheer Anke Hausärzteverband Westfalen Lippe RoßdeutscherAnke Richter-Scheer ist 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen Lippe. (Foto: HÄVWL/ Lana Rossdeutscher) 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes  Westfalen-Lippe auf die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn reagiert, die Biontech-Bestellmengen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte auf 30 Dosen pro Woche zu beschränken. „Erst werden wir aufgefordert, mehr zu impfen und in dem Moment, in dem die Impfzahlen in den Praxen nach oben schnellen, wird uns der Impfstoff von Biontech wieder gekürzt. Und wieder müssen wir – und vor allem unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – die Diskussionen mit den Patienten führen.“ Ärgerlich sei in diesem Zusammenhang auch die ungerechte Verteilung des vorhandenen Impfstoffes: Mobile Dienste und lokale Impfstellen sollen weiterhin mit 170 Vials des Biontech-Impfstoffes ausgestattet werden.Seit Beginn der Pandemie arbeiteten die Teams der Hausarztpraxen an den Kapazitätsgrenzen. „Anhaltend wird Druck auf uns ausgeübt oder aber wir müssen uns beleidigen lassen, dass wir nur für Geld arbeiteten oder unsere Freizeit uns wichtiger sei, als unsere Patienten. Es kann nicht sein, dass wir die Fehlentscheidungen der Politik vor Ort mit unseren Patienten diskutieren müssen. Auch jetzt wird wieder ein Chaos angerichtet, für das wir nicht verantwortlich sind, das wir aber ausbaden müssen“, so Anke Richter-Scheer. Die Praxen hätten Impftermine bis weit in den Januar hinein koordiniert, basierend auf der vorher zugesagten unbegrenzten Liefermenge von Biontech.

„Tatsache ist, dass beide mRNA-Impfstoffe für über 30-Jährige zur Boosterung eingesetzt werden können. Statt den Praxen aber eine Flexibilität bei der Impfstoffbestellung zu wahren, gibt die Politik nun – auf den Empfehlungen der STIKO basierend – den Impfstoff vor, den wir anwenden sollen. Wir können hier jetzt nur fordern, dass sie bitte auch die erneute Aufklärung der Bürger übernimmt, denn für Diskussionen haben wir und vor allem unsere Praxisteams keine Zeit, die benötigen wir für das Impfen und für kranke Menschen, die ja auch noch behandelt werden wollen“, betont Anke Richter-Scheer.

 

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