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Ein Hausarzt an der Spitze der Bundesärztekammer: „Ein starkes Signal!"

Reinhardt Niesen aktuGlückwünsche für den neuen Präsidenten der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt (l.): Michael Niesen, 2. Vorsitzender des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe (r.), gehörte beim 122. Deutschen Ärztetag in Münster zu den Gratulanten. (Foto: HÄVWL)

Der 122. Deutsche Ärztetag in Münster hat Dr. Klaus Reinhardt zum neuen Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. Für Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe, ist dies ein bedeutsamer Wechsel: „Mit Klaus Reinhardt steht erstmalig seit 41 Jahren wieder ein niedergelassener Kollege an der Spitze der Bundesärztekammer. Und nicht nur das: Nach über 70 Jahren wurde wieder ein Hausarzt zum Chef der deutschen Ärzteschaft gewählt. Das ist ein starkes Signal für alle Hausärztinnen und Hausärzte“, betonte Richter-Scheer. „Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe gratuliert Dr. Klaus Reinhardt sehr herzlich zu seiner Wahl. Wir wünschen ihm, zusammen mit der klinischen Kollegin Heidrun Gitter und der Fachärztin Ellen Lundershausen als Vizepräsidentinnen, viel Erfolg für die wichtigen Aufgaben, vor denen sie stehen.“

Die Wahl eines Hausarztes in diese Schlüsselposition habe dabei zu keinem besseren Zeitpunkt erfolgen können, zeige sich doch aktuell auch in Umfragen, dass Hausarztmedizin an Attraktivität gewinnt. „Hausärzte stehen im Zentrum der Versorgung. Klaus Reinhardt an der Spitze der Ärzteschaft ist eine gute Voraussetzung dafür, dass dieser positive Trend sich fortsetzt“, so Richter-Scheer. Dass „der neue Mann in Berlin“ dabei aus Bielefeld kommt, wo er eine eigene Praxis hat, und sein Wissen und seine Erfahrung aus Westfalen-Lippe mit in die Hauptstadt nimmt, bedeute für die Region ebenfalls ein Plus. „Klaus Reinhardt ist in Westfalen-Lippe verwurzelt und hier seit Jahren berufspolitisch aktiv“, unterstreicht Anke Richter-Scheer. Von 2005 an war er Vizepräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, seit 2011 ist er Vorsitzender des Hartmannbundes und bereits seit 2004 Mitglied des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. „Ärztliche Geschlossenheit zu zeigen ist so wichtig wie nie. Verbände und auch Selbstverwaltung gewinnen hier an Bedeutung. Reinhardt verkörpert beides“, so Anke Richter-Scheer. „Wir wünschen ihm dafür – mit seinem Team – viel Erfolg und Durchhaltevermögen.“

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