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Kammerwahl: Die nächste Generation ist bereit

22 Windemuth KathrinKathrin Windemuth kandidiert für Die Hausarztliste.

Bei der Kammerwahl 2019 setzt der Hausärzteverband Westfalen-Lippe mit seiner Hausarztliste sowohl auf erfahrene Kolleginnen und Kollegen, als auch auf junge Ärztinnen und Ärzte, um die Interessen der Hausärzteschaft in Westfalen-Lippe optimal vertreten zu können. Kathrin Windemuth ist Ärztin in Weiterbildung aus Dortmund und sie kandidiert erstmals für die Hausarztliste im Regierungsbezirk Arnsberg. Im Interview erklärt sie, warum ihr berufspolitisches Engagement wichtig ist und wofür sie sich einsetzt.

Frau Windemuth, Sie sind Ärztin in Weiterbildung; eine Vertreterin der nächsten Hausarzt-Generation. Warum möchten Sie sich in der Berufspolitik engagieren? 

Ich möchte mich in der Berufspolitik engagieren, weil ich mich nicht allein für den Beruf als Hausärztin, sondern auch für die Rahmenbedingungen des Berufes interessiere. Das berufspolitische Umfeld ist noch neu für mich. Ich habe nicht die Illusion alles besser oder anders machen zu können, als die ältere Generation der Hausärzte. Dennoch denke ich, dass bedingt durch den Ärztemangel, Generationenwechsel und steigende Anzahl weiblicher Ärzte in manchen Bereichen ein Umdenken stattfinden sollte.
Meine Generation ist keine faule Life-Work-Balance-Gemeinschaft! Im Gegenteil! Mit dem wachsenden Anteil an weiblichen Ärzten steigt lediglich der Wunsch Familie und Karrierre miteinander vereinbaren zu können. Die Zeit des Einzelpraxishausarztes mit der Ehegattin als Praxismanagerin ist vorbei.
Durch meinen Werdegang (Krankenschwesterausbildung in Deutschland, Medizinstudium in Holland, Erasmus Aufenthalt in einer Hausarztpraxis in Schweden, Klinische Weiterbildung in der Geriatrie, Inneren Medizin und Hausarztpraxis) habe ich bereits viele Spektren der Medizin und Pflege kennengelernt und würde mich auf eine weitere Herausforderung freuen.


Braucht es mehr junge Leute, die sich hier interessieren und einbringen?


Ja! Definitiv! Immer wieder höre ich auf Fortbildungen von jungen Kollegen, dass sie sich mehr Gehör für ihre Belange in der Politik wünschen. Nur dass man mal jemanden trifft, der sich bereits engagiert, ist doch eher selten. Sicherlich muss man Zeit investieren, wenn man etwas bewirken möchte, und damit hadere auch ich. Aber: Wer nicht wagt der nicht gewinnt!


Welche Themen sind Ihnen wichtig?

Die Vereinbarkeit von Beziehung/Familie und dem Beruf.
Evidenzbasierte Fortbildung.
Stärkung des Selbstmanagements/Eigenverantwortung von Patienten.

 

Weitere Informationen zur Hausarztliste und zu allen Kandidatinnen und Kandidaten gibt es hier.

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