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Nachwuchsabend an der RUB: "Plädoyer für den großartigsten Beruf der Welt"

WL Karte Wolke mit SchattenDie Referenten gaben ihre Erfahrungen an die Medizinstudierenden weiter. (Foto: Christina Ebmeyer/HSW mbH WL)

Informationen aus erster Hand liefern, mit Vorurteilen aufräumen und Begeisterung wecken für einen Beruf, der es in sich hat: Das möchte der Hausärzteverband Westfalen-Lippe mit seiner Nachwuchsinitiative Allgemeinmedizin „Zukunft Praxis“ erreichen. Am 7. November ist ihm das in Bochum gelungen. Mit einem tollen Referenten-Team, spannenden Themen, einer begleitenden Fachausstellung und einem lockeren Get Together zum Netzwerken war die Nachwuchsinitiative erstmals an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zu Gast und hatte für die Gäste jede Menge Wissenswertes rund um die Themen Weiterbildung, Niederlassung, Familie und Beruf und Finanzen im Gepäck.

„Es ist uns wichtig, dass unsere Referenten nah dran sind an der Lebenswirklichkeit der Medizinstudierenden, Ärzte in Weiterbildung oder frisch Niedergelassenen“, sagt Michael Niesen, 2. Vorsitzender des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. Er übernahm in Bochum gemeinsam mit dem Schirmherrn der Nachwuchsinitiative, Prof. Dr. Horst Christian Vollmar, Leiter der Abteilung für Allgemeinmedizin der RUB, die Begrüßung der Hausärzte von morgen.

Für Dr. Michael Bloch war dieser Nachwuchsabend dabei eine Art Heimspiel: Er hat selbst an der Ruhr-Universität Medizin studiert, ist jetzt Arzt in Weiterbildung und erläuterte den jungen Kolleginnen und Kollegen die verschiedenen „Wege in die Allgemeinmedizin“. Dabei hatten Mythen und Vorurteile bei ihm keine Chance: Bloch räumte rigoros auf mit den veralteten Vorstellungen, die häufig noch immer zum Fachgebiet Allgemeinmedizin und dem Hausarztberuf existieren und gab den Blick frei auf die Vorzüge eines anspruchsvollen und erfüllenden Jobs.

Dr. Laura Dahlhaus ist auf Umwegen in die Hausarztmedizin gelangt, hat ihre Weiterbildung im Mai 2019 beendet und ist frisch niedergelassene Hausärztin in Borken. Auch sie hielt ein „Plädoyer für den großartigsten Beruf der Welt“. Dr. Andrea Nanni Hunn ist Hausärztin und Mutter und berichtete von ihren Erfahrungen beim Spagat zwischen Kindern und Praxis.

Außerdem zu Gast war Dr. Bert Huenges, stellvertretender Leiter der Abteilung Allgemeinmedizin der RUB, der über die kompetente Begleitung von Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung berichtete, sowie Darius Kleszcz und Mathias Wetsch von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, die über die „Chance Niederlassung“ aus finanzieller Sicht informierten und das Modell der Gemeinschaftspraxis als mögliche Perspektive näher beleuchteten.

Dass auch der bei vielen jungen Menschen oft noch ungeliebte Beruf des Landarztes eine faire Chance verdient, unterstrich Michael Niesen, selbst niedergelassen im münsterländischen Ort Ochtrup: „Es lohnt sich, Hausarzt auf dem Land zu sein!“ so sein Tipp an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Gesamtpaket kam bei den Gästen gut an. „Die Hausarztpraxis steht bei mir definitiv auf der Liste“, lautete etwa das Fazit von Johannes Twellmann.

Weitere Bilder gibt es auf der Facebookseite des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.

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