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Unterstützung bieten für diejenigen, die die Corona-Krise am härtesten trifft – das ist die Motivation für eine Hilfsaktion, die der Hausärzteverband Westfalen-Lippe gemeinsam Christina van Schayck vom Café Mailin in Unna gestartet haben: Sie spenden Essen für obdachlose und suchtkranke Menschen in Unna, das zwei Mal wöchentlich über die Stadt Unna und die Caritas verteilt wird.

Viele Funktionsträger und Mitglieder des Hausärzteverbandes engagieren sich in ihren Heimatregionen

Das Netz an Diagnose- und Behandlungszentren zur grundlegenden Versorgung von Corona-Patienten, die die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe derzeit in der gesamten Region einrichtet, wird weiter ausgebaut: Am 1. April hat das neue Behandlungszentrum in Rheine im Münsterland seinen Betrieb aufgenommen. Die Leitung des Zentrums an der Frankenburgstraße hat Michael Niesen, 2. Vorsitzender des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe, übernommen. „Es ist wichtig, dass wir Hausärztinnen und Hausärzte uns in den Behandlungszentren vor Ort einbringen. So halten wir die Infekte aus den Praxen heraus und entlasten die Kolleginnen und Kollegen dort. Und wir können die Versorgung der Patienten mit Coronaverdacht bündeln und optimieren“, sagt Michael Niesen. Im Behandlungszentrum sollen Corona-Verdachtsfälle und Patienten mit Atemwegsbeschwerden ambulant untersucht und behandelt werden. Hier soll die Schwere der Erkrankung ärztlich eingeschätzt und entschieden werden, ob die Patienten weiter ambulant betreut werden können oder in eine Klinik eingewiesen werden müssen. Darüber hinaus sollen die Patienten notwendige Rezepte für ihre Medikamente und Bescheinigungen zur Arbeitsunfähigkeit erhalten.

Viele Hausärztinnen und Hausärzte haben sich mit ihren Praxisteams bereits als freiwillige Helfer in den Behandlungszentren in der gesamten Region gemeldet, darunter auch zahlreiche Mitglieder und Funktionsträger des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. So koordiniert etwa Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe, von Beginn an das Behandlungszentrum an den Mühlenkreiskliniken in Minden in Ostwestfalen-Lippe. Lars Rettstadt, Sprecher der Delegiertenversammlung des Landesverbandes und Vorsitzender des Bezirksverbandes Westfalen-Süd im Hausärzteverband Westfale-Lippe, ist mit mehreren seiner Medizinischen Fachangestellten regelmäßig im Behandlungszentrum Dortmund-Nord im Einsatz.

Wie läuft die HZV-Abrechnung in der Corona-Krise? Gibt es Änderungen oder Besonderheiten, die zu beachten sind? Häufige Fragen rund um das Thema hausarztzentrierte Versorgung beantwortet das HZV-Service-Team der HÄVG AG des Deutschen Hausärzteverbandes in einem aktuellen Informationsschreiben: In den "Tipps zur HZV-Abrechnung in COVID-19-Zeiten" sind die wichtigsten Themen gebündelt. Hier erfahren teilnehmende Praxen unter anderem, dass die monatlichen Abschlagszahlungen für HZV-Patienten nach den vertraglichen Regelungen unverändert ausgezahlt werden, wie ein HZV-Patient, der Corona-Verdachtsfall ist, abzurechnen ist und was bei der Ausstellung einer telefonischen AU für HZV-Patienten zu beachten ist.

Bei Fragen stehen auch die Geschäftsstelle des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe unter Tel.: 02303 94292-0 odere das HZV-Team unter Tel.: 02203 5756-1210 zur Verfügung.

Auch die Wahl der Vorstände und Schlichtungsausschüsse der Verwaltungsbezirke der Ärztekammer Westfalen-Lippe 2020/2025 ist von der Corona-Krise beeinträchtigt: Ursprünglich war der Termin zur Auszählung der Stimmzettel für Samstag, 21. März,  angesetzt gewesen. Dieser wurde jedoch aufgrund der akktuellen Lage  aufgehoben und zeitlich verschoben bis die zurzeit bestehenden Bewegungseinschränkungen wieder außer Kraft gesetzt sind.

Der Vorstand der ÄKWL werde zu gegebener Zeit einen neuen Termin zur Auszählung festlegen, heißt es auf der Homepage der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Die derzeit in den Verwaltungsbezirken amtierenden Vorstände und Schlichtungsausschüsse bleiben geschäftsführend im Amt.

Eigeninitiative und kreative Ideen sind in Corona-Zeiten besonders gefragt – und sie haben oft ungeahnten Erfolg: Ein Beispiel liefert die Praxis Leeden im Tecklenburger Land. Sie hat angesichts des großen Bedarfes an Schutzkleidung, vor allem auch in Alten- und Pflegeheimen sowie ambulanten Pflegediensten, eine Gemeinschaftsaktion von örtlichen Arztpraxen, Kirchengemeinden, Politik und der örtlichen Presse initiiert und einen Aufruf an Privatpersonen und ortsansässige Betriebe gerichtet. Unter dem Motto „Helfen Sie uns, Ihnen zu helfen“ wurden diese aufgerufen, mögliche private Bestände und aktuell nicht benötigtes, industriell gefertigtes Schutzmaterial für medizinische Einrichtungen vor Ort zu spenden.

„Die Resonanz war überwältigend“, sagt Dr. Birgit Schilling-Maßmann. Über 2200 Schutzmasken (chirurgischer Mundschutz und FFP2-Masken), ca. 1.200 einfache Schutzkittel (PE und Vlies), ca. 50 Ganzkörperanzüge, ca. 12.000 Einmalhandschuhe, 40 Liter Flächendesinfektionsmittel, 15 Liter Händedesinfektionsmittel, 20 Liter Handschutzgel und zwei Plexiglasscheiben wurden direkt im ersten Anlauf in eingerichteten Sammelstellen in Pfarrheimen in den Gemeinden Lengerich, Tecklenburg, Lienen und Ladbergen abgegeben. Sie werden nun, je nach konkretem Bedarf, an Altenheime, ambulante Pflegedienste, Bestattungsunternehmen, Logopädie-Praxen und Hausarztpraxen verteilt.

Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe richtet einen Spendenaufruf für Schutzmasken an Industrie und Einzelhandel: „Wir bitten die Unternehmen, die selbst Schutzmasken im Einsatz haben, die aber aufgrund der Corona-Krise geschlossen sind, um Unterstützung: Wenn Sie Schutzmasken vorrätig haben, die Sie erübrigen können, stellen Sie uns diese bitte zur Verfügung. Der Hausärzteverband verteilt sie dann an die Hausarztpraxen und regionalen Behandlungszentren vor Ort weiter“, erklärt Claudia Diermann, Geschäftsführerin der Hausärztlichen Service- und Wirtschaftsgesellschaft des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.

In vielen Arztpraxen sei Schutzausrüstung mittlerweile knapp, zum Teil sogar bereits vergriffen. Der Nachschub laufe trotz großer Bemühungen nur schleppend. „Der Bedarf ist riesig. Der Hausärzteverband möchte daher die Ärztinnen, Ärzte und ihre Praxisteams vor Ort unterstützen, damit sie die Versorgung der Patientinnen und Patienten in der aktuellen Ausnahmesituation weiter bestmöglich leisten können. Das ist nur möglich, wenn sie sich selbst schützen können“, betont Claudia Diermann. „Daher wenden wir uns mit unserem Spendenaufruf an große und kleinere Unternehmen wie Nagelstudios, Tattoo-Studios, Lackierer oder Schreiner – kurz an alle, die womöglich noch Schutzmasken vorrätig haben, die sie aktuell nicht benötigen.“

Dass Ärztinnen und Ärzte per Telefon oder Videokonferenz Patienten beraten, ist nicht neu - in der derzeitigen Situation ist das Thema Videosprechstunde aber aktueller denn je. Viele Praxen greifen jetzt verstärkt auf diese Möglichkeit zurück, um den Kontakt zu den Patienten bestmöglich aufrechtzuerhalten und optimale Beratung bieten zu können. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe hat daher Informationsmaterial zusammen gestellt, das den Einstieg in das Thema und das Arbeiten mittels Videosprechstunde erleichtern soll.

Übersicht zur Vergütung (KBV)

Korrekt abrechnen

Merkblatt Videosprechstunde der KVWL

Anzeige zur Durchführung von Videosprechstunden

In Zeiten von Corona-Krise, Quarantäne und „Social distancing“ geht der Hausärzteverband Westfalen-Lippe neue Wege bei seinem Fortbildungsangebot. Am Dienstag, 7. April, bietet er in Zusammenarbeit mit Referent und Coach Dietmar Karweina von 19 bis 20 Uhr das erste Live-Webinar „Dickes Fell im Praxisalltag – Stressmanagement für das Praxisteam“ an.

“Wir kommen virtuell zu Ihnen nach Hause!“

„Unsere Teilnehmer können in der aktuellen Situation nicht zu uns kommen – also kommen wir einfach virtuell zu Ihnen, online direkt ins heimische Wohnzimmer, bzw. auf das Smartphone“, sagt Claudia Diermann, Geschäftsführerin der Hausärztlichen Service- und Wirtschaftsgesellschaft des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe. „Wir wollen den Praxisteams in Westfalen-Lippe die Möglichkeit geben, sich weiterzubilden. Gerade in dieser herausfordernden Situation ist es wichtig, Angebote zu schaffen und flexibel zu reagieren.“

Das Webinar soll Praxisteams dabei effektive Tipps und Strategien liefern, um den – nicht nur in diesen besonderen Zeiten – anspruchsvollen Praxisalltag gelassen und selbstbewusst zu meistern.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen interaktiver Live-Workshop mit Ihren Fragen. Das Webinar kann auch über das Smartphone verfolgt werden.

Das Pilot-Webinar ist für Mitglieder des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe und ihre Praxisteams kostenlos.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe richtet derzeit regionale Behandlungszentren zur grundlegenden Versorgung von Corona-Infizierten ein. Für diese Zentren werden dringend Vertragsärztinnen und -ärzte sowie Medizinische Fachangestellte zur Mitarbeit gesucht. Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe bittet Hausärztinnen, Hausärzte und ihre Praxisteams aus der Region, ihre örtlichen Behandlungszentren nach Möglichkeit zu unterstützen. Auch Medizinstudierende und Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand sind herzlich eingeladen, über einen möglichen Einsatz in den Zentren nachzudenken - immer unter Berücksichtigung der persönlichen Lebensumstände und gesundheitlichen Situation.

Die meisten Grenzen sind in Folge des Coronavirus bereits geschlossen, Kinos, Diskotheken und Bars müssen schließen;  das öffentliche Leben wurde heruntergefahren. Die wirtschaftlichen Folgen sind schon jetzt deutlich zu spüren. Aber auch der arbeits- und steuerrechtliche Bereich ist massiv betroffen. Wie gehen Sie nun als Arbeitgeber mit erkrankten Mitarbeitern um? Wie können Sie auf verängstigte Mitarbeiter reagieren und wie weit geht überhaupt Ihr Direktionsrecht bezüglich Dienstreisen und Homeoffice-Regelungen? Was müssen Sie bei der Anordnung von Kurzarbeit oder Überstunden beachten und welche steuerlichen Hilfen können Sie seitens der Bundesregierung erwarten?

Mit nachfolgenden Informationen erhalten Sie auf diese und weitere Fragen wichtige Antworten. Dabei handelt es sich nicht nur um „corona-spezifische“ Informationen. Auch in gleichgelagerten Krisenfällen können Sie zukünftig auf diese Informationen zurückgreifen.

Sie finden hier umfangreiche Informationen für Ihre Praxis, für Sie als Arbeitgeber und als Unternehmer, zur Verfügung gestellt von der Steuerberatung Gudrun Schnoor, Unna.

Die Geschäftsstelle des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe ist weiterhin erreichbar: Ein Teil des Teams ist im Homeoffice im Einsatz, ein Teil hält vor Ort in Unna die Stellung - dabei aber Abstand zueinander. Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe möchte die Praxen der Region auch und gerade in diesen besonderen und herausfordernden Zeiten bestmöglich informieren und unterstützen. Wir sind für Sie da!

Die Ausbreitung des Coronavirus fordert die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Praxen in Westfalen-Lippe derzeit in besonderem Maße. Sie übernehmen eine zentrale Rolle bei der Identifizierung von Corona-Verdachtsfällen und sorgen mit großem Engagement dafür, dass Patienten auch in dieser ernsten Situation weiterhin ambulant versorgt werden. Um diese wichtigen Versorgungsstrukturen und -prozesse nicht zu gefährden, empfiehlt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ihren Mitgliedern, den Praxisbetrieb sowie die Arzt-Patienten-Kontakte – soweit medizinisch vertretbar – anzupassen. Patienten sollen primär telefonisch und in ausschließlich dringenden Fällen persönlich, z.B. in getrennten Sonder-Sprechstunden, behandelt werden.

"Wenn unsere Ärzte die Patientenbetreuung auf das medizinisch notwendige Minimum reduzieren, schützen sie sich, das Praxispersonal und die Patienten gleichermaßen vor einer Infektion mit dem Coronavirus", betont Dr. Dirk Spelmeyer, 1. Vorsitzender der KVWL, in einer Pressemitteilung.

Dr. Volker Schrage, 2. Vorsitzender der KVWL, und Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe e.V., appellieren zudem auch an die Patienten und rufen zur Besonnenheit auf: "Die westfälisch-lippischen Ärzte sind im Moment einer enormen Arbeitsbelastung ausgesetzt - bitte tragen auch Sie Ihren Anteil dazu bei, die Situation nicht unnötig weiter zu verschärfen." Eine Testung auf das Coronavirus in den zentral eingerichteten Diagnosezentren in Westfalen-Lippe für Patienten werde ausschließlich nach Anmeldung durch den Hausarzt, das Gesundheitsamt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst durchgeführt. Patienten sollten diese Einrichtungen in keinem Fall aus Eigenantrieb aufsuchen.

Mittlerweile wurden mehr als 30 Diagnosezentren in Westfalen-Lippe eingerichtet, die von westfälisch-lippischen Ärzten betreut werden.

Zur Pressemitteilung

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe gibt in ihrem aktuellen KVWL-Telegramm Handlungsempfehlungen, wie Praxen ihren Betrieb angesichts der Corona-Krise anpassen sollten. Ziel ist "eine auf das sinnvoll machbare Minimum reduzierte Patientenbetreuung bei gleichzeitig maximaler Sicherheit für das gesamte Praxisteam und die Patienten". Zudem gibt es wichtige Tipps und Informationen zur Abrechnung.

Zum KVWL-Telegramm

In der besonderen Situation, in der sich die Menschen in der Region durch die Ausbreitung des Coronavirus und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens derzeit alle befinden, möchte der Hausärzteverband Westfalen-Lippe die Hausärztinnen, Hausärzte und Praxisteams bestmöglich informieren und über neue Entwicklungen, die die Praxen betreffen, auf dem Laufenden halten. Die 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe e.V., Anke Richter-Scheer, hat sich daher heute erneut mit einem Rundschreiben an die Hausärztinnen und Hausärzte gewandt, um ihnen einen Überblick über den aktuellen Stand zu geben und Tipps, die ihnen ihren Einsatz für die Versorgung der Patienten erleichtern sollen.

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